Von der Redaktion SexdateDeutschland.de ·
Was ein sicheres Sexdate ausmacht
Ein sicheres Sexdate beginnt lange vor dem ersten Kuss. Es entsteht aus guter Vorbereitung, klaren Absprachen und der Freiheit, jederzeit Nein zu sagen. Wer sich über eine App oder eine Casual-Dating-Seite verabredet, trifft einen Menschen, den er bisher nur aus Fotos und Nachrichten kennt. Das ist reizvoll, und genau deshalb lohnt sich bei der Planung ein kühler Kopf.
Sicherheit heißt dabei nicht, jedem Match zu misstrauen. Die meisten Menschen, die ein unverbindliches Abenteuer suchen, wollen dasselbe wie Sie: ein angenehmes Treffen ohne Druck. Ein paar feste Gewohnheiten schützen Sie aber vor den wenigen, die etwas anderes im Sinn haben. Und sie machen den Abend entspannter, weil Sie nicht ständig nachdenken müssen, ob alles in Ordnung ist.
Drei Bereiche zählen: was Sie vorher klären, wo und wie Sie sich treffen und wie Sie mit Nähe, Grenzen und Schutz umgehen. Die folgenden Abschnitte gehen sie der Reihe nach durch.
Vor dem Treffen: was Sie im Chat klären
Bevor Sie einen Termin festmachen, sollten Sie ein Gefühl für Ihr Gegenüber haben. Ein kurzer Videoanruf ist dafür der einfachste Weg: Sie sehen, ob die Person zu ihren Fotos passt, und hören, wie sie spricht. Wer jeden Videoanruf ablehnt und trotzdem schnell ein Treffen bei sich zu Hause vorschlägt, gibt Ihnen einen guten Grund zum Nachfragen. Woran Sie unechte Konten erkennen, beschreibt unser Ratgeber Fake-Profile erkennen.

Sprechen Sie offen über Erwartungen. Suchen Sie ein einmaliges Treffen oder etwas Wiederkehrendes? Geht es zunächst um einen Drink, oder ist beiden klar, dass mehr passieren könnte, aber nicht muss? Solche Fragen wirken auf den ersten Blick nüchtern. Tatsächlich nehmen sie Druck aus dem Abend, weil niemand raten muss, was sich der andere vorstellt.
Geben Sie im Chat zunächst keine Wohnadresse, keinen vollen Namen und keinen Arbeitgeber preis. Die Polizei rät in ihren Sicherheitstipps für Online-Dating, mit persönlichen Daten zurückhaltend zu sein und sich zum ersten Treffen an einem belebten Ort zu verabreden, am besten in einem Lokal oder Café. Eine Telefonnummer können Sie später immer noch tauschen; bis dahin reicht der Chat in der App.
Der Treffpunkt und der Weg dorthin
Für das erste Treffen eignet sich ein öffentlicher Ort, den Sie kennen: eine Bar in Ihrem Viertel, ein Café am Marktplatz, ein Restaurant mit Tischen, an denen man sich gut unterhalten kann. Treffen Sie sich beim ersten Mal nicht in einer fremden Wohnung und nicht an einem abgelegenen Ort, den Sie nur aus einer Wegbeschreibung kennen.
Planen Sie An- und Abreise selbst. Wer mit dem eigenen Rad, dem Auto oder mit Bus und Bahn kommt, kann jederzeit gehen, ohne auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen zu sein. Schauen Sie vorher nach, wann die letzte Verbindung nach Hause fährt, und laden Sie das Handy auf. Ein kleiner Zusatzakku in der Jackentasche schadet nicht.
Sagen Sie einer Person Ihres Vertrauens, wann und wo Sie verabredet sind und mit wem. Vereinbaren Sie ein kurzes Zeichen, etwa eine Nachricht nach der ersten Stunde und eine zweite, wenn Sie wieder zu Hause sind. Manche Apps helfen dabei: Tinder nennt in seiner Beschreibung im deutschen App Store die Funktion „Mein Date teilen“, mit der Sie Angaben zum Treffen an Freunde weitergeben können. Mehr über die App lesen Sie in unseren Tinder Erfahrungen.
Bleiben Sie beim Alkohol bei Ihrem gewohnten Maß und lassen Sie Ihr Getränk nicht unbeaufsichtigt stehen. Wenn Sie kurz weggehen, bestellen Sie danach lieber ein neues Glas.
Einvernehmen: Nähe nur, wenn beide sie wollen
Ein Sexdate ist eine Verabredung, kein Vertrag. Auch wer im Chat schon offen über Wünsche gesprochen hat, darf am Abend selbst anders entscheiden. Einvernehmen heißt, dass alle Beteiligten jedem Schritt zustimmen, und zwar in diesem Moment, nicht nur gestern im Chat. Fragen Sie nach, wenn Sie unsicher sind, und achten Sie auf die Körpersprache. Ein zögerliches „vielleicht“ ist kein Ja.
Das gilt in beide Richtungen. Sie müssen nichts begründen, wenn Sie ein Treffen beenden möchten. Ein freundlicher Satz wie „Ich fand den Abend schön, aber ich fahre jetzt nach Hause“ reicht völlig. Wer darauf mit Druck, Vorwürfen oder Schuldgefühlen reagiert, hat damit gezeigt, dass ein zweites Treffen keine gute Idee wäre.
Zur Sicherheit gehört auch die Gesundheit. Kondome sind die einfachste Vorsorge gegen HIV und viele andere sexuell übertragbare Infektionen. Das Portal liebesleben.de über Kondome als Schutz nennt drei Punkte, auf die Sie beim Kauf achten sollten: das Verfallsdatum, das CE-Zeichen und die passende Größe. Haben Sie selbst welche dabei, statt sich darauf zu verlassen, dass Ihr Date daran denkt. Sprechen Sie das Thema an, bevor es ernst wird; in einem ruhigen Moment fällt es leichter.
Wenn sich etwas falsch anfühlt
Ihr Bauchgefühl ist ein guter Ratgeber. Passt die Person nicht zu ihren Fotos, erzählt sie eine andere Geschichte als im Chat oder drängt sie darauf, den Ort zu wechseln, dürfen Sie das Treffen sofort beenden. Sie schulden niemandem einen ganzen Abend.
Gehen Sie in einer unangenehmen Lage dorthin, wo andere Menschen sind: zur Theke, zum Personal, in einen hell beleuchteten Bereich. Rufen Sie Ihre Vertrauensperson an oder bitten Sie das Personal, Ihnen ein Taxi zu bestellen. Bei akuter Gefahr wählen Sie den Notruf der Polizei.
Wer nach einem Date Grenzverletzungen oder Gewalt erlebt hat, muss damit nicht allein bleiben. Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter 116 016 rund um die Uhr erreichbar, anonym und kostenfrei, und berät auch Angehörige und Freundinnen. Melden Sie übergriffige Profile außerdem der Plattform, damit sie niemanden mehr anschreiben können.
Nach dem Treffen
Geben Sie Ihrer Vertrauensperson Bescheid, dass Sie gut angekommen sind. Danach dürfen Sie sich Zeit lassen. Ob Sie ein zweites Treffen wollen, entscheiden Sie in Ruhe, und eine klare, freundliche Absage ist fairer als wochenlanges Schweigen.
Gehen Sie diskret mit dem um, was Sie erfahren haben. Fotos, Namen und Chatverläufe Ihres Dates gehören nicht in die Gruppe mit Freunden. Diese Rücksicht erwarten Sie umgekehrt genauso. Wie Sie Ihre eigenen Spuren am Handy und im Konto klein halten, lesen Sie im Ratgeber diskret daten.
Kurz gefasst: Klären Sie Erwartungen vorher, treffen Sie sich an einem belebten Ort, den Sie kennen, reisen Sie selbstständig an und ab, und sagen Sie jemandem Bescheid. Nähe gibt es nur, wenn beide sie wollen, und den Schutz haben Sie selbst in der Tasche. So wird aus einem sicheren Sexdate ein Abend, an den Sie gern zurückdenken.
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Häufige Fragen
Wo treffe ich mich am besten zum ersten Sexdate?
An einem belebten, öffentlichen Ort, den Sie kennen, etwa in einer Bar oder einem Café. Eine fremde Wohnung ist für das erste Treffen keine gute Wahl.
Sollte ich jemandem von meinem Date erzählen?
Ja. Sagen Sie einer Vertrauensperson, wann, wo und mit wem Sie verabredet sind, und melden Sie sich nach dem Treffen kurz bei ihr.
Ist ein Videoanruf vor dem Treffen sinnvoll?
Ein kurzer Videoanruf zeigt, ob die Person zu ihren Fotos passt. Wer ihn dauerhaft ablehnt, verdient eine gesunde Portion Vorsicht.
Darf ich ein Sexdate einfach abbrechen?
Ja, jederzeit und ohne Begründung. Einvernehmen gilt für jeden Moment, auch wenn vorher im Chat etwas anderes besprochen wurde.
Wer bringt die Kondome mit?
Am besten Sie selbst. Achten Sie auf das Verfallsdatum, das CE-Zeichen und die passende Größe.
Wohin wende ich mich nach einer Grenzverletzung?
Bei akuter Gefahr an den Notruf der Polizei. Frauen und ihr Umfeld erreichen das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 116 016 rund um die Uhr, anonym und kostenfrei.
